Die Staatsregierung darf nicht noch einen Sommer vertrödeln!

Zur neuen Coro­na-Schutzverord­nung erk­lären die gesund­heit­spoli­tis­che Sprecherin Susanne Schaper, Ste­fan Hart­mann, neben Schaper Vor­sitzen­der der säch­sis­chen LINKEN und ich:

„Das Infek­tion­s­geschehen hat sich aktuell entspan­nt, sodass zum Som­mer­be­ginn weit­ere Lockerun­gen möglich wer­den. Allerd­ings ist die Pan­demie nicht vor­bei. Die Staat­sregierung darf diesen Som­mer nicht wie den let­zten Som­mer vertrödeln, son­dern sie muss vor­sor­gen und die notwendi­ge tech­nis­che und dig­i­tale Gesund­heitsin­fra­struk­tur schaf­fen, in der Bil­dungspoli­tik für den Aus­gle­ich der Bil­dungs­de­fizite sor­gen und auch die wohl unver­mei­d­baren Auf­frischungsimp­fun­gen vor­bere­it­en, die nach heutigem Stand sechs bis neun Monate nach der ersten Immu­nisierung fäl­lig sein wer­den. Bis dahin bleibt nicht mehr viel Zeit!

Die Voraus­set­zun­gen dafür sind eine funk­tion­ierende Impf-Logis­tik in Sach­sen und vor allem mehr Ver­lässlichkeit bei der Liefer­ung der Impf­stoffe. Die Staat­sregierung muss da dabei die säch­sis­chen Inter­essen viel lauter und deut­lich­er gegenüber dem Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­ter vertreten, da ste­ht vor allem der Min­is­ter­präsi­dent in der Pflicht!

Das Virus bleibt, es mutiert und ist gefährlich vor allem für jene Men­schen, die sich noch nicht impfen lassen kon­nten oder dies nicht wollen. Wir kön­nen und dür­fen keine lan­gen Infek­tions­ket­ten zulassen. Deshalb muss es möglich bleiben, dass alle sich weit­er­hin kosten­los testen lassen kön­nen. Die Testin­fra­struk­tur muss abgesichert sein und schnell wieder auf den jet­zi­gen Umfang hochge­fahren wer­den kön­nen. Die Staat­sregierung muss gemein­sam mit der Wis­senschaft eine Test­strate­gie entwick­eln, die es ermöglicht, Muta­tio­nen zu erken­nen.

Die Lehre aus dem let­zten Som­mer ist klar: Bess­er man hat als man hätte. Auch mögliche neue Virus-Vari­anten und die Reisetätigkeit müssen bedacht wer­den. Die Men­schen haben einen leicht­en Som­mer ver­di­ent – für die regieren­den Ver­ant­wor­tungsträger kann es nach den Fehlern des let­zten Som­mers allerd­ings kein Hitze­frei geben.“