Soziales

Meine Rede zur Veranstaltung am 17.09.2012 "Die Krise des Kapitalismus - Ist unser Gesundheitssystem noch zu retten?" Liebe Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen! Dass das deutsche Gesundheitssystem krank ist, gehört wohl zu den Überzeugungen in der Bevölkerung die am meisten verbreitet sind – gestützt auf persönliche Erfahrungen. Weniger mit schlechten Ärzten, denn ich glaube ungeachtet gelegentlicher Aufregung um das tatsächliche oder vermeintliche Ausmaß medizinischer Behandlungsfehler, dass sich die Qualität der im Gesundheitswesen geleisteten Arbeit gerade auch im internationalen Vergleich sehen lassen kann. Das gilt für Krankenhäuser ebenso wie für Arztpraxen. Das allgemeine Unbehagen gründet auch nicht in den Gesamtkosten der Gesundheitsversorgung. Man kann und muss über die Frage der Profite der Pharmaindustrie ebenso reden wie über die Vergütungen mancher Chefärzte und auch Ärztefunktionäre, die weitgehend abgehoben von konkreter Leistung sind. Verglichen mit dem horrenden und völlig enthemmten Bonus-Unwesen in der Finanz- und Konzernwelt ist das Phänomen einzelner überbezahlter Ärzte aber ein beherrschbares Ärgernis.
weiterlesen "Ist unser Gesundheitssystem noch zu retten?"
Auch in diesem Jahr machen Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE bei der Aktion „Perspektivwechsel“ der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen mit. Eine Woche vor Beginn der Haushaltsberatungen im Landtag unterstütze ich gerne persönlich das Anliegen der Wohlfahrtsverbände, zu einem Perspektivwechsel hin zu mehr sozialer Sensibilität durch praktische Anschauung beizutragen. Alle Abgeordneten unterschiedlicher Fraktionen, die bei dieser Aktion mitmachen, sollten ihre gewonnenen Erkenntnisse anschließend bei den Beratungen des …
weiterlesen "„Perspektivwechsel“ im Naturkindergarten"
Vor zehn Jahren hat Rot-Grün das Arbeitslosengeld II eingeführt, das seitdem als „Hartz IV“ für „gesetzlich geregelte“ Armut sorgt. DIE LINKE lehnt Hartz IV nach wie vor ab. Es gibt keinen Grund, das fragliche Jubiläum von Hartz IV zu bejubeln. Wenn Ex-Kanzler Schröder sich über zwei Millionen weniger Arbeitslose freut, „vergisst“ er vieles. Unter anderem, dass die Statistik weder Minijobber noch Menschen in Qualifizierungen erfasst. Zudem blendet die Bundesregierung bei ihren Jubelmeldungen über die Hartz-Reformen aus, …
weiterlesen "Hartz IV ist Armut per Gesetz und gehört abgeschafft"
Am Sonnabend fand in Dresden eine Grundeinkommenskonferenz der sächsischen LINKEN, organisiert von der Landesarbeitsgemeinschaft betrieb & gewerkschaft und der Landesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen gemeinsam mit dem Landesvorstand der LINKEN Sachsen, statt. Mehr als 70 Interessierte aus der LINKEN, aber auch von den Grünen und den Piraten diskutierten gemeinsam mit Katja Kipping, MdB, sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag und Markus Schlimbach, stellvertretender Vorsitzender DGB Sachsen, damit "aus Standpunkten Bewegung wird, aus …
weiterlesen "Zur Grundeinkommenskonferenz"
Liebe Genossinnen und Genossen, sehr geehrte Gäste! Das Thema der heutigen Konferenz, „Arbeit und Existenzsicherung im demokratischen Sozialstaat“, gehört zu den Schlüsselthemen nicht nur der Partei DIE LINKE, sondern der gesellschaftlichen Linken überhaupt. Aller gesellschaftliche Reichtum entspringt aus der gesellschaftlichen Arbeit.
weiterlesen "Eröffnungsrede zur Konferenz „Arbeit und Existenzsicherung im demokratischen Sozialstaat“, am 7. Juli 2012"
Die sächsische Landesregierung hat mit ihrer Ablehnung einer Bürgschaft für eine Schlecker-Transfergesellschaft die Schlecker-Frauen eiskalt abserviert. Die Behauptung des sächsischen Wirtschaftsministers Morlok, eine Transfergesellschaft würde nicht den Interessen der Schlecker-Frauen dienen, ist zynisch. Ohne diese Gesellschaft fallen sie sofort in die Arbeitslosigkeit und können schlechter qualifiziert und in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Die sächsische Landesregierung will sich aus der Affäre …
weiterlesen "Schlecker: sächsische Landesregierung stiehlt sich aus der Verantwortung"
  Nach der Broschüre „Bestenfalls Mittelmaß: Soziale Standards und Strukturen Sachsens im Bundesvergleich“ der Fraktion folgt der „Erste Entwurf der Sozialpolitischen Leitlinien der Partei DIE LINKE. Sachsen“, von denselben Autoren Dr. Dietmar Pellmann und Katja Kipping. Der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Partei DIE LINKE, Rico Gebhardt, erklärt zur Zielrichtung dieses Papiers: Für die gemeinsame Vorstellung der Sozialpolitischen Leitlinien der LINKEN Sachsen, gibt es gute Gründe die ich im Folgenden kurz aufzählen möchte: 1. Der letzte Landesparteitag im November 2010 hatte sich mit dem hochaktuellen Thema Energie beschäftigt und schließlich Energiepolitische Leitlinien verabschiedet. Einige in meiner Partei waren damals der Meinung, wir sollten aufpassen, dass wir uns nicht auf Themen begeben, in dem uns bisher keine Kompetenzen zugesprochen wurden sind. Ich habe im April diesen Jahres in einem Interview für die Gesamtpartei eingefordert: Ja ihr habt recht, wir müssen unsere Kernkompetenzen stärken, aber wir dürfen auch andere Themen nicht aus dem Blick verlieren. 2. Da wir uns letztmalig 2003 – also noch als PDS - mit Sozialpolitik auf einem Landesparteitag beschäftigt hatten, war es der Vorschlag von Herrn Pellmann wir sollten das jetzt wieder tun. So werden dem nächsten Landesparteitag  - der am 5./6. November in Bautzen stattfindet und wozu ich Sie ganz herzlich an dieser Stelle einladen möchte – die Ihnen heute vorliegenden Sozialpolitischen Leitlinien vorgestellt, debattiert und dann an die Landespartei überwiesen, um sie im nächsten Jahr innerhalb und außerhalb der Partei breit zu diskutieren. Insofern handelt es sich um einen Entwurf und der Landesparteitag wird dieses Papier auch noch nicht beschließen. 3. Mir war es ein persönliches Anliegen, dass Frau Kipping und Herr Pellmann gemeinsam dieses Papier zu den sozialpolitischen Vorstellungen der sächsischen LINKEN erarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist hervorragend gelungen, dafür möchte ich mich bei beiden in aller Öffentlichkeit bedanken. Wie sicherlich nicht unbekannt sein dürfte, ist es innerhalb der LINKEN – auch in Sachsen – nicht immer ganz einfach, dass man sich über Generationen und über verschiedene politische Ansätze und Erfahrungen hinweg an einen Tisch setzt, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Das ist uns nun hier in Sachsen beispielhaft gelungen und es bedurfte noch nicht mal einer Moderation! Diese Art des kulturvollen Streits um Positionen innerhalb meiner Partei wünsche und erwarte ich auch gerade mit Blick auf das nächste Wochenende, wo wir in Erfurt das Parteiprogramm der LINKEN verabschieden werden.
weiterlesen "Sachsen muss zum Motor von sozialem Fortschritt werden – LINKE sozialpolitische Leitlinien"
Zu Meldungen über die Ankündigung des sächsischen CDU-Generalsekretärs Michael Kretschmer, dass die CDU Sachsen mit einem Vorstoß auf dem CDU-Bundesparteitag grundsätzlich jedem gesetzlichen Mindestlohn einen Riegel vorschieben wolle: Die Behauptung des sächsischen CDU-Generalsekretärs, ein staatlicher Mindestlohn würde Arbeitsplätze vernichten, wird durch die Wirklichkeit in Sachsen widerlegt: In Sachsen gab es 2010 auf jede offene Stelle 23 Arbeitslose, im Osten waren es 16, …
weiterlesen "Sachsens CDU-Generalsekretär verschärft mit Kampf gegen Mindestlohn Fachkräftemangel in Sachsen"
Fakt ist: Das Thema Arbeitslosigkeit verliert an Bedeutung. Ob das nun dem vielgerühmten „Aufschwung“ zugeschrieben werden darf, bezweifele ich. Eine Rolle wird spielen, dass der Stamm der Arbeitslosen der 90er Jahre aus Altersgründen nach und nach ausscheidet, die jungen Leute abwandern und die Menschen insgesamt optimistischer in die Zukunft schauen. Diese Effekte sind aber kein sächsisches Phänomen. Deutlich sichtbar ist allerdings, dass das Themenfeld "Gerechte Löhne" an Bedeutung gewinnt. Die Menschen in Sachsen leisten gute …
weiterlesen "Zur Frühjahrsumfrage der Sächsischen Staatskanzlei"
Armut in Deutschland. Vor 20 Jahren war Armut in diesem Land eine Randerscheinung und im öffentlichen Bewusstsein kaum vorhanden. Heute ist sie Alltag und bittere Realität.
weiterlesen "Armutskonferenz in Schneeberg"